Bevölkerungsbefragung Gesundheitsmonitor BAHQuelle: bah-bonn.de – Die Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA). Fast drei von vier Deutschen (72 Prozent) sehen in ihr die Möglichkeit, dass alle medizinisch behandelnden Akteure auf demselben Kenntnisstand sind.

Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Rahmen des Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH). Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Nielsen im Frühjahr 2020 unter 1.000 Personen durchgeführt. Eine ähnlich große Mehrheit der Befragten (71 Prozent) würden ihre Daten außerdem für Forschungszwecke zur Verfügung stellen. 15 Prozent würden dies sogar mit personenbezogenen Daten tun. Negativ sehen 27 Prozent der Befragten die digitale Sammlung ihrer Gesundheitsinformationen, da sie das Missbrauchspotenzial für zu hoch halten.
„Es stimmt uns zuversichtlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung der Speicherung ihrer Gesundheitsdaten und der Nutzung für Forschungszwecke positiv gegenübersteht“, sagt BAH-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Cranz. „Wir verstehen jedoch auch die Sorgen der Menschen bezüglich der Speicherung und Weitergabe solch sensibler Informationen.“
Ab 2021 können alle gesetzlich Versicherten von ihrer Krankenkasse eine elektronische Patientenakte erhalten. In dieser können unter anderem Diagnosen, Therapiemaßnahmen, bisher erhaltene Impfungen, Medikationspläne und Arztbriefe hinterlegt werden – wenn Patienten es wünschen.

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