Plattformlösungen

gevko GmbH | Katalogeintrag*

Kurzportrait des Herstellers

Die gevko entwickelt als AOK-Tochter IT-Lösungen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. 2011 als Geschäftsbereich der AOK Systems GmbH gegründet, wurde die gevko zum 01.07.2012 zur gevko GmbH – einer eigenen Gesellschaft unter dem Dach der AOK Beteiligungsgesellschaft mbH. Aus einer Initiative der AOK entstanden, findet die gevko kassenartenübergreifend Unterstützung. Ein interdisziplinäres Team von 18 Mitarbeitenden aus (Medizin-)Informatikern, Ärzten, Apothekern und Betriebswirten mit umfassenden fachlichen und technischen Kenntnissen arbeitet an den Standorten Berlin und Bonn dafür, eine qualitativ hochwertigere Gesundheitsversorgung mitzugestalten.

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Die gevko entwickelt als AOK-Tochter IT-Lösungen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. 2011 als Geschäftsbereich der AOK Systems GmbH gegründet, wurde die gevko zum 01.07.2012 zur gevko GmbH – einer eigenen Gesellschaft unter dem Dach der AOK Beteiligungsgesellschaft mbH. Aus einer Initiative der AOK entstanden, findet die gevko kassenartenübergreifend Unterstützung. Ein interdisziplinäres Team von 18 Mitarbeitenden aus (Medizin-)Informatikern, Ärzten, Apothekern und Betriebswirten mit umfassenden fachlichen und technischen Kenntnissen arbeitet an den Standorten Berlin und Bonn dafür, eine qualitativ hochwertigere Gesundheitsversorgung mitzugestalten.
Die gevko hat mit der S3C-Schnittstelle IT-Spezifikationen zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen erstellt, die für die digitale Umsetzung und Integration von Versorgungsverträgen direkt in den Softwaresystemen von Ärztinnen und Ärzten genutzt werden. Die S3C-Schnittstelle ist modular aufgebaut und basiert auf einem standardisierten XML-Schema, das nur einmal implementiert werden muss. So sind u. a. Module für Arzneimittelmanagement, Wirkstoffverordnungen, Arzneimitteltherapiesicherheit, elektronischen Verordnungen wie Krankenbeförderung im Einsatz.
Mit der Entwicklung der Software tHENA wird die digitale Übertragung von medizinischen und Patientendaten zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen ermöglicht. So können von beliebigen externen Systemen Daten empfangen und weitergesendet werden. tHENA setzt auf etablierte Standards wie HL7 und IHE, um die Interoperabilität der informationstechnischen Systeme im deutschen Gesundheitswesen zu unterstützen. So sind mit tHENA elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, elektronische Verordnungen und elektronische Teilnehmerverzeichnisse umgesetzt und im Einsatz. Das HealthPortal nutzt ebenfalls die tHENA.
Die gevko hat im Rahmen der FHIR®-Spezifikation des eRezept-Abrechnungsdatensatzes als technischer Berater für den GKV-Spitzenverband fungiert und maßgeblich an der Umsetzung mitgewirkt. Darüber hinaus wurden u. a. die FHIR-Spezifikationen des eMedikations-Datenaustauschformats, der eVerordnung Heilmittelverordnung und der eVerordnung Krankenbeförderung von der gevko spezifiziert und interdisziplinär mit HL7 Deutschland abgestimmt.

Beschreibung der Lösung

Das HealthPortal ist die standardisierte digitale Plattform zur Abbildung sektorverschmelzender Versorgungsprozesse und unterstützt insbesondere die Vielzahl kleinerer Verträge, die Ärztinnen und Ärzte bislang meist händisch verwalten. Das HealthPortal schafft neue Möglichkeiten für die digitale Umsetzung von Versorgungsverträgen für Krankenkassen, Leistungserbringer und auch Managementgesellschaften ohne eigene Infrastruktur.

Typische Use Cases

Registrierung Leistungserbringer

Die Registrierung von Leistungserbringern wird durch ein vollständig digitales Verfahren unterstützt. Dabei erfolgt die Registrierung über eine KIM-Adresse, um die Identität der Leistungserbringer sicherzustellen. Zur Erhöhung der Sicherheit wird eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet. Das HealthPortal ermöglicht die Nutzung handelsüblicher 2FA-Apps oder Desktop-Anwendungen für diesen Zweck.

 

Stammdatenverwaltung für Leistungserbringer

Die Plattform ermöglicht die Pflege sämtlicher Angaben zu Praxen und Institutionen, einschließlich der Verwaltung von Nebenbetriebsstätten und Kommunikationsdaten. Zudem wird die Zugangsverwaltung unterstützt, um die Sicherheit und den Zugriff auf die Plattform zu steuern.

Einschreibung von Leistungserbringern in Versorgungsverträge

Eine automatisierte Vorschlagsliste wird generiert, wobei Filter nach KV-Zugehörigkeit und Fachgruppe angewendet werden, um passende Leistungserbringer zu identifizieren. Es erfolgt eine Abfrage vertragsindividueller weiterer Zugangsvoraussetzungen, deren Bestätigung als Einschreibevoraussetzungen dient. Vertragsindividuelle Einschreibeformulare werden erstellt, die entweder ausgedruckt oder elektronisch über die KIM-Adresse an die Krankenkasse oder die Managementgesellschaft/KV übermittelt werden können. Die Statusverwaltung der Einschreibung kann manuell oder elektronisch erfolgen. Die Plattform unterstützt die Schnittstelle TE/TVZ 2.0, beispielsweise für oscare MC. Es wird eine Potentialanalyse basierend auf der Patientenliste im HealthPortal durchgeführt, um geeignete Leistungserbringer zu identifizieren.

Management der Verträge

Das HealthPortal bietet einen schnellen und umfassenden Überblick der möglichen Versorgungsverträge, an denen Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Patientinnen und Patienten teilnehmen können. Gleichzeitig werden alle aktiven Verträge übersichtlich dargestellt. Jeder Vertrag kann automatisch aktualisiert werden, sodass Arztpraxen immer auf dem neuesten Vertragsstand arbeiten. Der eigene Patientenstamm ist für jeden Leistungserbringer schnell überblickbar. Vertragseinschreibungen und -status werden vollelektronisch zwischen dem HealthPortal und den Krankenkassen ausgetauscht, sodass die Teilnahmestatus aller Versicherten automatisch angezeigt werden und immer aktuell verfügbar sind. In der elektronischen Karteikarte werden Informationen und medizinische Daten zu Patientinnen und Patienten erfasst und übersichtlich dargestellt. 

Patientenaufnahme und -verwaltung

Die Einschreibung von Patientinnen und Patienten kann manuell erfolgen oder über verschiedene elektronische Wege wie die elektronische Gesundheitskarte (eGK) (entweder per USB oder Lesegerät via TI-Konnektor) sowie Ersatzverfahren. Alternativ besteht die Möglichkeit, die eGK mit einem iPad zu fotografieren und die Daten direkt in die Patientenstammdaten zu übernehmen.
Der Empfang von eArztbriefen erfolgt über eine KIM-Nachricht aus dem Arztinformationssystem (AIS).
Zusätzliche Parameter wie DMP-Kennzeichen, interne AIS-ID, E-Mail, Telefon, Mobilnummer und Zuzahlungsstatus können erfasst werden. Die Erfassung von Diagnosen erfolgt über die ICD-10-Codes, einschließlich einer Thesaurus-Funktion zur Unterstützung. Grundsätzliche Vitalparameter wie Größe, Gewicht sowie eine automatische BMI-Berechnung und der Raucherstatus können erfasst werden.
Eine Patientinnen- und Patientenliste mit Such-, Sortier- und Filterfunktionen ermöglicht eine effiziente Verwaltung und Organisation der Patientendaten.

Einschreibung von Versicherten in Versorgungsverträge

Eine automatisierte Vorschlagsliste wird generiert, wobei Filter nach Krankenkassenzugehörigkeit, Alter, Geschlecht und Diagnosen angewendet werden, um passende Verträge vorzuschlagen. Es werden vertragsindividuelle Einschreibeformulare bereitgestellt, die entweder ausgedruckt oder elektronisch über die KIM-Adresse an die Krankenkasse übermittelt werden können. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit des Ausdrucks der Teilnahmeerklärungen.

Die Einverständniserklärung der Patientinnen und Patienten kann elektronisch auf dem iPad der Praxis oder dem Smartphone des Patienten/der Patientin erfolgen. Die Statusverwaltung der Einschreibung kann entweder manuell oder elektronisch erfolgen. Das HealthPortal unterstützt die Schnittstelle TE/TVZ 2.0 für oscare MC 3.0 bzw. MC 3.2 zur nahtlosen Integration und Datenaustausch.

Patientenkarteikarte

Das HealthPortal bietet eine digitale Karteikarte an, die Filtermöglichkeiten bietet, beispielsweise nach Verträgen oder Kategorien, um die Suche und Organisation von Informationen zu erleichtern. Geteilte Informationen werden deutlich gekennzeichnet, um ihre Verfügbarkeit und Zugänglichkeit für berechtigte Benutzer zu zeigen. Alle medizinischen Dokumentationen werden übersichtlich angezeigt, um einen ganzheitlichen Überblick über die Patientendaten zu ermöglichen. Durch einen Schnellzugriff können sämtliche Aktivitäten erfasst und dokumentiert werden, um einen transparenten Einblick in den Verlauf der Behandlung zu gewährleisten. Statusänderungen werden visuell dargestellt, sodass Nutzerinnen und Nutzer schnell und einfach erkennen können, wenn sich der Teilnahmestatus von Patientinnen und Patienten verändert hat.

Medizinische Dokumentation

Das HealthPortal ermöglicht die vertragsspezifische Dokumentation, auch mehrsprachig, mit strukturierter Datenablage (für beispielsweise Reports), um eine geordnete und effiziente Verwaltung von Informationen zu gewährleisten. Eine Druckfunktion ist verfügbar, um Dokumente bei Bedarf auszudrucken. Es besteht die Möglichkeit zum lokalen Datei-Upload und -Download (JPEG, PDF), auch als Anhang zur Dokumentation. Für einen reibungslosen Datenaustausch gibt es eine bidirektionale Kommunikation mit dem Arztinformationssystem (AIS) via KIM. Eine Fotodokumentation ist über das iPad und die direkte Aufnahme in die Patientendokumentation ist möglich.
Patientenbezogene Behandlungsteams können auf Basis der eingeschriebenen Vertragsteilnehmer und deren Rollen erstellt und verwaltet werden. Gleichzeitig können Informationen und Dokumente mit dem Behandlungsteam geteilt werden, um eine effektive Zusammenarbeit zu fördern und die Patientenversorgung zu optimieren.

Leistungserfassung

Eine vertrags- und rollenspezifische Hinterlegung von Gebührenordnungs-positionen ermöglicht die Abrechnung gemäß den jeweiligen Vertragsvereinbarungen. Mit der Implementierung eines definierten Regelwerks, das Kriterien wie Häufigkeit, Anzahl, Einschluss/Ausschluss und Nebenbedingungen (wie ICD-10-Codes und Aktivitäten) berücksichtigen kann, wird sichergestellt, dass die erbrachten Leistungen den vertraglichen Anforderungen entsprechen und korrekt erfasst werden.

Reporting

Das HealthPortal kann zyklische Berichte automatisch bereitstellen. Die Reports können sich dabei auf einzelne Einrichtungen oder übergreifende Berichterstattung beziehen. Alle Berichte können über eine Exportfunktion im *.csv-Format heruntergeladen werden.

Abrechnung

Im HealthPortal wird eine Abrechnungsvorschau angeboten, mit der ein Überblick über die geplanten Abrechnungen angeboten wird. Entsprechende Korrekturlisten ermöglichen es den Nutzern, Fehler oder Unstimmigkeiten in den Abrechnungen schnell zu erkennen und zu korrigieren. Es besteht die Möglichkeit der Direktabrechnung mit den Krankenkassen gemäß § 295 SGB V, wobei das Krankenkassenkommunikationssystem (KKS) für eine reibungslose Kommunikation und Abwicklung der Abrechnung mit den Krankenkassen unterstützt wird. Ein entsprechendes Fehlerrückmelde- und Korrekturverfahren ist integriert, um Nutzerinnen und Nutzern zu erlauben, direkt im HealthPortal Fehlermeldungen von den Krankenkassen zu erhalten und entsprechende Korrekturen vorzunehmen

Sonstiges/Verschiedenes

Das HealthPortal unterstützt alle modernen Browser wie Chrome, Edge und Firefox. Um Nutzerinnen und Nutzer über wichtige Aktualisierungen und Ereignisse auf dem Laufenden zu halten, gibt es eine automatische Anzeige von Benachrichtigungen. Für Supportanfragen wird ein intelligentes Formular direkt aus dem HealthPortal heraus an den Support gesendet, um eine schnelle und effiziente Lösung von Problemen und Anliegen zu ermöglichen.

Referenzkunden

AOK Rheinland/Hamburg
• Gesundheitskiosk der StädteRegion Aachen
• Gesundheitskioske in Essen Altenessen und Essen Katernberg
• Gesundheitskiosk Solingen
• KID PROTEKT mit der Managementgesellschaft SeeYou, dem Kinderkrankenhaus Wilhelmsstift Hamburg
• Enlight KHK mit dem Elisabeth-Krankenhaus Essen, CERC und der Universität zu Köln
• Innovationsfondsprojekt STATAMED mit dem Uniklinikum Hamburg-Eppendorf

AOK Niedersachsen
• Innovationsfondsprojekt STATAMED mit dem Uniklinikum Hamburg-Eppendorf

AOK NordWest
• Vertrag Diabetisches Fußsyndrom mit der KV Schleswig-Holstein, der AG Diabetes Schwerpunktpraxen Schleswig-Holstein und der Managementgesellschaft conclusys Hamburg

Geprüfte Systemmerkmale

Noch keine. 

* Dies ist eine Vorversion des eHealth-Lotsen. Die Vorversion dient lediglich dazu, der interessierten Öffentlichkeit und insbesondere den Systemherstellern Aufbau und Inhalte des geplanten eHealth-Lotsen zu veranschaulichen. Wir weisen insbesondere darauf hin, dass die Abschnitte „Kurzportrait des Herstellers“ und „Beschreibung der Lösung“ unter Rückgriff auf Darstellungen des Herstellers erstellt worden sind, die für diese Vorversion noch keiner umfassenden Prüfung durch die ZTG GmbH unterzogen wurden. Alle Einträge haben noch beispielhaften Charakter. Jedwede Haftung für die Richtigkeit der Angaben schließen wir deshalb aus.