Quelle: land.nrw – Der Startschuss für die Vorstufe zum Virtuellen Krankenhaus des Landes Nordrhein-Westfalen ist offiziell gefallen. Diesen gab Ministerpräsident Armin Laschet heute zusammen mit Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen, und Mitglied des ZTG-Forums Telemedizin. Ab sofort können Kliniken landesweit, vorerst konzentriert auf die Bereiche Intensivmedizin und Infektiologie, telemedizinisch auf die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster zurückgreifen. Dies ist besonders bei der aktuellen Corona-Pandemie von großer Bedeutung bei der Patientenversorgung.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Jetzt zahlt sich aus, dass das Land und die Krankenhäuser bereits seit Monaten das Virtuelle Krankenhaus vorbereiten. Das versetzt uns in die Lage, in der jetzigen Krise höchste Expertise in jeden Teil des Landes zu bringen – und so Menschenleben zu retten. Die Mediziner des Universitätsklinikums Aachen nutzen dabei einen zweiten entscheidenden Vorsprung: Sie haben durch die Ausbreitung des Corona-Virus im Kreis Heinsberg bereits zahlreiche Covid-19-Patienten behandelt und dadurch eine unschätzbare Expertise aufgebaut. Diese Erfahrung geben sie nun über telemedizinische Betreuung an Ärzte in anderen Kliniken in Nordrhein-Westfalen weiter. Spitzentechnologie und Solidarität aus einem Guss – das Virtuelle Krankenhaus ist eine starke Visitenkarte für Nordrhein-Westfalen.“
Klinikdirektor Prof. Gernot Marx demonstrierte dem Ministerpräsidenten die Funktionsweise des Virtuellen Krankenhauses mit einer Live-Visite ins Krankenhaus St. Marienhospital in Düren und ins Städtische Krankenhaus in Düren.
Prof. Gernot Marx: „Durch den Rückgriff auf die Expertise der beiden Unikliniken in Aachen und Münster kann die Zahl nutzbarer Intensivbetten in dieser Krisenzeit kurzfristig erheblich gesteigert und vor allem bei kleineren Krankenhäusern die Behandlung von schwerstkranken Covid19 Patienten bestmöglich unterstützt werden. Wir sind damit in Nordrhein-Westfalen besonders gut vorbereitet, um gemeinsam möglichst viele Menschenleben retten zu können.“
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Das ZTG hat bei der Entwicklung des Virtuellen Krankenhauses maßgeblich mitgewirkt. Informieren Sie sich auf der offiziellen Webseite.
Im Rahmen des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen kommt unter anderem die elektronische Fallakte zum Einsatz. Im NRW-Förderprojekt I/E-Health NRW der Landesinitiative eGesundheit.nrw ist diese seit November 2019 in vier Modellregionen Nordrhein-Westfalens in der Erprobung und läuft stabil.